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Wurzelspitzenresektion

Entfernung der Wurzelspitzen

Manchmal ist es trotz moderner Technik der Wurzelbehandlung (siehe auch mikroskopische Endodontie) nicht möglich, die Bakterienherde in der Wurzelspitze vollständig auszuschalten. Um die Infektionsquelle zu beseitigen und den Zahn zu retten bleibt dann die so genannte Wurzelspitzenresektion (WSR) also Kürzung der Wurzelspitze als letztes Mittel. Es gilt ein Übergreifen der Infektion auf Kieferknochen und umliegende Weichteile zu verhindern.

Die Wurzelspitzenresektion ist ein kieferchirurgischer Eingriff und erfolgt in der Regel in örtlicher Betäubung in einer oralchirurgisch ausgerichteten Zahnarztpraxis.

Der Oralchirurg (oder Kieferchirurg) durchtrennt zunächst das Zahnfleisch und legt den Kieferknochen frei. Über den Kieferknochen und mit speziellen schonenden Knochenfräsen (Piezo-Surgery) erfolgt dann der Zugang zur Zahnwurzel bis diese und das umliegende entzündete Gewebe für den Oralchirurgen gut sichtbar sind.

Die Wurzelspitze wird um 2-3mm gekürzt, um die feinen, verästelten Ausläufer des Wurzelkanales (Pulpa) im Bereich der Wurzelspitze möglichst vollständig zu entfernen. Nach Entfernung und Reinigung des umliegenden entzündeten Gewebes wird der verbliebende Wurzelkanal (Pulpa) desinfiziert, getrocknet und mit einer Wurzelfüllung verschossen. Das Wunde im Weichgewebe wird wieder verschlossen und vernäht.

Nach ungefähr einer Woche können die Fäden entfernt werden. Die Heilung des Kieferknochens wird nach ca. zwei bis drei Monaten über Röntgenbilder kontrolliert.

Die Chancen zum Erhalt eines wurzelgeschädigten Zahns erhöhen sich deutlich bei der Durchführung einer Wurzelspitzenresektion. Die Alternative ist der Verlust des geschädigten Zahns und den damit verbundenen Folgen wie Notwendigkeit von Zahnersatz oder Rückgang des Kieferknochens.

Die Risiken der chirurgischen Wurzelspitzenresektion sind relativ gering und entsprechen den üblichen Risiken eines chirurgischen Eingriffs, wie Nachblutungen, Schmerzen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen. Um Infektionen vorzubeugen wird in der Regel präventiv ein Antibiotikum verabreicht.

Eine Wurzelspitzenresektion ist ein kieferchirurgischer Eingriff und wird bei uns von Dr. Daniel Kraus als erfahrenem Fachzahnarzt für Oralchirurgie oder einem auf Wurzelbehandlung spezialisierten Zahnarzt durchgeführt.

Der Eingriff erfolgt in der Regel unter höchsten hygienischen Anforderungen (RKI-Richtlinien) im modernen Eingriffsraum unserer zahnärztlichen Tagesklinik – auf Wunsch auch gerne unter Vollnarkose oder mit einer begleitenden Lachgas-Narkose.

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