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Offene und geschlossene Kürettage

Reinigung bis in die Zahnfleischtaschen

Küretten sind feine Handinstrumente mit je einer konvexen und konkaven Seite (nach innen bzw. außen gewölbt) zur Entfernung von Belägen. Mit ihnen lassen sich Zahnstein und Bakterienbeläge bis in die Zahnfleischtaschen sanft und gründlich entfernen. Je nach Fortschritt unterscheidet man hier zwischen dem geschlossenen und dem offenen Verfahren.

Geschlossene Kürettage

Wenn die Parodontitis noch nicht weit fortgeschritten ist, kann eine so genannte geschlossene Kürettage vorgenommen werden.

Zahnstein und Bakterienbeläge unterhalb des Zahnfleischrandes (die sogenannten subgingivalen Konkremente) werden sanft und gründlich entfernt. Die dabei verwendeten Handinstrumente glätten die Zahnoberfläche und entfernen eventuell vorhandene Gewebereste. Die bei Bedarf verwendeten Ultraschallinstrumente sind in ihrer speziellen Form dem Zahnfach angepasst.

Offene Kürettage

Bei tiefer liegenden Schädigungen mit einer Taschentiefe ab etwa 5-6 mm sollte „offen kürettiert“ werden, um durch die direkte Sicht auf die Zahnoberfläche ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Dabei wird das Zahnfleisch an der betreffenden Stelle ein wenig abgelöst, die freiliegenden Bereiche gereinigt und bei Bedarf wird erkranktes Gewebe schonend entfernt.

Abschließend wird das Zahnfleisch wieder an den Zahn angelegt und geschlossen. Ziel ist die Reduktion der Taschentiefe und die gute, dauerhafte Anlagerung Ihres Zahnfleisches an den Zahn (so genanntes „Attachment“).

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, verlorenes Attachment mit speziellen regenerativen Maßnahmen wie Emdogain® wiederzugewinnen. Falls bei Ihnen eine derartige Therapie geplant ist, beraten wir Sie dazu gesondert. Eine leicht verständliche Schilderung dieser Technik erhalten Sie zusätzlich auf einem zweiten Merkblatt.