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Das Loch im Zahn schnell beheben

Kleinere, durch Karies verursachte Defekte am Zahn können meist mit einer Füllung behoben werden.

Dabei wird zunächst die kariöse Stelle aus dem Zahn mittels eines Bohrers entfernt und die Stelle dann mit einem Füllmaterial dicht verschlossen. Bei kleineren Defekten muss teilweise auch gar nicht gebohrt werden, sondern hier hilft das ICON-Verfahren. Grundsätzlich wird so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich Zahnsubstanz entfernt.

Als Materialien für die Zahnfüllungen kommen Almagam, Zement oder ein Komposit-Kunststoff in Frage. Das Füllmaterial wird in weichem, formbaren Zustand in den Zahn eingebracht , dort passgerecht geformt und härtet im Anschluss, zum Teil unter Verwendung von UV-Licht aus.

Die Füllungsmaterialien und deren Einsatzmöglichkeiten im Überblick:

Almagam-Füllungen

Almagam ist Metalllegierung, also ein Mischmaterial aus Zinn, Silber, Kupfer und Zinn und wird seit vielen Jahrzenten für so gut wie alle Zahndefekte verwendet.

Almagam ist gut sehr gut formbar, langlebig und hält auch starken Kaudruck gut aus. Das Material ist gut verträglich und das im Mund über die Zeit abgegebene Quecksilber ist gem. diverser Studien unschädlich.

Nichtsdestotrotz ist Quecksilber, bzw. der Quecksilberdampf giftig und kann wenn es eingeatmet wird zu Schäden am zentralen Nervensystem führen. Besonders anfällig sind hierfür Kleinkinder und ungeborene Kinder, weshalb die Verwendung von Almagam als Material für Zahnfüllungen ab dem 01.07.2018 gemäß EU-Richtlinien nur noch in absoluten Ausnahmefällen erfolgen soll.

Auch ist Almagam ein dunkles Material, Füllungen mit Almagam sind daher im Mund deutlich sichtbar.

Bei Dr. Kraus und Kollegen empfehlen wir grundsätzlich nicht die Verwendung des quecksilberhaltigen Füllstoffs Almagam.

Almagamsanierungen – also der Austausch von Almagamfüllungen - werden unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen vorgenommen. Das Almagam gelangt bei uns auch nicht über das Spülwasser in die Kanalisation, sondern wird aus dem Abwasser herausgefiltert und als Sondermüll fachgerecht entsorgt.

Zement-Füllungen

Zahnärztlicher Zement ist ein speziell für den zahnärztlichen Gebrauch entwickelter Zement und wird hauptsächlich bei kleineren Defekten, im Zahnhalsbereich, bei provisorischen Füllungen oder bei defekten Milchzähnen verwendet.

Zement ist gut formbar und hat eine helle, leicht matte Oberfläche. Dem Zement ist meistens etwas Fluorid beigemischt, um Kariesbefall an den Rändern der Füllung zu vermeiden.

Zement ist allerdings nur begrenzt haltbar und sollte bei einem längeren Einsatz unbedingt regelmäßig auf Defekte kontrolliert werden.

Komposit-Füllungen

Komposit-Füllungen bestehen aus Kunststoff mit Keramik-ähnlichen Füllsubstanzen. Das Material kann für alle Füllungen an allen Zahnbereichen verwendet werden.

Das Komposit-Material wird als sogenannte geschichtete Füllung Schicht für Schicht eingebracht und nacheinander mit Licht ausgehärtet. Das Schichtverfahren stellt sicher, dass der Kunststoff so wenig wie möglich schrumpft und die Dichtigkeit der Füllung gefährdet.

Füllungen aus Kompositen sind im Aussehen den Zähnen am ähnlichsten. Mit Kompositen können beispielsweise auch abgebrochene Zähne oder sonstige Zahndefekte unauffällig wieder aufgebaut werden. Der Farbe der Komposite kann der Zahnfarbe exakt angepasst werden; aus ästhetischer Sicht sind Komposite daher das beste Füllmaterial.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen allerdings die Kosten für Komposit-Füllungen nur im sichtbaren Frontbereich. Im Seitenzahnbereich werden hingegen nur Kosten für eine Almagamfüllung übernommen, es sei denn der Patient kann nachweisen, dass er aus medizinischer Sicht nicht mit einer Almagam-Füllung versorgt werden darf.

Wählt der gesetzlich versicherte Patient dennoch eine Komposit-Füllung muss er die Kostendifferenz zu einer Almagam-Füllung selbst tragen.

Die Kostenübernahme durch die privaten Krankenversicherungen erfolgt je nach abgeschlossenem Vertrag.