Natürlich schöne Zähne.
Natürlich von Dr. Kraus & Kollegen.

mehr lesen »

Antibakterielle Therapien

Schädigende Keime in den durch die Parodontitis entstehenden Zahnfleischtaschen können durch antibakterielle Wirkstoffe gezielt beseitigt werden. Es gibt antibakteriell wirkende Präparate, die lokal in die Zahnfleischtasche eingebracht werden und systemisch (über die Blutbahn) wirkende Produkte zum Einnehmen in Form von Tabletten oder Lösungen. Wir verfügen in unserer Praxis über eine Vielzahl gängiger und wissenschaftlich fundierter Medikamente.

Periochip

Ein Beispiel für ein lokal wirksames Medikament ist der so genannte Periochip. Dabei wird der antibakterielle Wirkstoff Chlorhexidin über ein kleines, hauchdünnes Gelatineplättchen, dem Chip, in die Zahnfleischtasche abgegeben. Über einen Zeitraum von etwa 10 Tagen werden die Bakterien in der Tasche beseitigt, vom Chip selbst bemerken Sie selbst nahezu nichts. Er wird im Verlauf der Anwendung völlig abgebaut.

Identifikation der Krankheitsauslöser

Bei besonders hartnäckigen oder sehr schnell fortschreitenden Zahnfleisch¬erkrankungen sind Bakterienproben aus der Zahnfleischtasche sinnvoll, um die schädigenden Mikroorganismen exakt identifizieren zu können. Mit Hilfe eines speziell gegen diese Bakterien wirkenden Medikaments werden diese gezielt bekämpft und die Parodontitisbehandlung effektiv unterstützt.

Keimtest

Mit diesen Tests wird die Anzahl bestimmter parodontitiserzeugender Bakterien ermittelt. Der Vorteil dieser prophylaktischen Maßnahme liegt darin, dass bereits dann mit der Therapie begonnen werden kann, wenn Sie selbst noch keine deutlichen Hinweise auf eine Erkrankung spüren – die Parodontitis beginnt oft unbemerkt.

Dabei können je nach individueller Diagnose Tests angewendet werden:

Parodontitis-Risiko-Test, PRT (Gentest): Bei diesem Test steht die in allen Körper- und Schleimhautzellen vorhandene Erbsubstanz, die DNA, im Fokus. Anhand einer Speichelprobe wird im Labor untersucht, ob sich eine Zahnfleischentzündung bei Ihnen leichter als bei anderen Menschen zu einer Parodontitis entwickeln könnte. Mithilfe des Tests lassen sich gegebenenfalls geeignete Vorsorgemaßnahmen planen und eine Erkrankung häufig von vornherein vermeiden.

Unser Tipp:

Eltern, bei denen eine starke Parodontitis festgestellt wurde, sollten mit einem einfachen genetischen Speicheltest das Parodontitisrisiko ihrer Kinder bestimmen lassen.

Bei einem positiven Befund kann bei Ihrem Kind mit abgestimmten Prophylaxemaßnahmen eine spätere Erkrankung wirkungsvoll verhindert werden. Zu diesem Thema erhalten Sie auf Wunsch unser informatives Merkblatt.